Geächtet

Geächtet | theater

Wien ist immer eine Reise wert, so sagt man! Mit Wien verbindet man zwangsläufig viel Kultur und Tradition. Auch Theater, Oper und Operetten werden dort gezeigt. Sie werden aber nicht nur in der Stadt an der Donau gezeigt sondern sehr viele Stücke sind auch dort entstanden. Wien war schon immer ein Anziehungspunkt der Kulturinteressierten! Im Englischen werden diese Menschen sehr oft als „culture vultures“ bezeichnet, was ein liebevoller Umgang in der Bezeichnung mit von Kultur besessenen Menschen ist. Obwohl die Auswahl schier unendlich ist, müssen wir uns für ein bestimmtes Stück entscheiden, welches wir ihnen heute vorstellen möchten. Wir haben uns dazu entschlossen, auch aus dem Anlass heraus gesehen, dass der derzeitige Spielplan dazu verleitet, ihnen das Stück von  Ayad Akhtar „Geächtet“ etwas näher vorzustellen.

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Geächtet | Wissenswertes

In dem Stück von Ayad Akhtar „Geächtet“ beschreibt der Autor wohl selbst einen Traum und verarbeitet seine Erlebnisse als Einwanderer wider. Die Geschichte ist ebenso faszinierend wie auch brenzlig tragisch beschrieben und versucht ein Leben nach außen zu bewahren während die Innenseite zerbrechen vermag. Es wird ein ebensolches Wechselbad der Gefühle beschrieben und als Kulisse kann der Zuseher auf das atemberaubende New York zurückgreifen was ihn nicht selten in eine völlig andere, aber gleichsam faszinierende Welt abgleiten lässt. Für jene Zuseher, die „Der Sturm“ bereits gesehen haben wird sich wohl nur die Frage stellen, ob man es nicht nochmals sehen sollte. Die Faszination die von Ayad Akhtar’s „Geächtet“ ausgeht ist auch für Leute faszinierend mitzuerleben, wenn sie nicht direkt davon betroffen sind. Auch ist es ein Leichtes, dass man in die Welt des Hauptakteurs, dem New Yorker Wirtschaftsanwalt Amir Kapoor, einsteigt und seine Erlebnisse aus seiner Sicht der Dinge zu verstehen versucht. Für jene Interessierte, die noch nicht so vertraut mit dem Inhalt von Ayad Akhtar’s  „Geächtet sind, sei hier auch ein kleiner inhaltlicher Leitfaden zu offenbaren. Kritiker sind sich sicher, dass sie von dem Stück nicht enttäuscht sein werden und die fast zwei stündige Unterhaltung nicht nur dem eigentlichen Zweck gedient hat sondern auch eine gewisse Nachdenkphase eingeleitet wird. Für Gesprächsstoff mit Freunden, mit der Familie, die sie in das Stück begleiten werden, ist also folglich auch schon gesorgt worden.

Inhaltlich setzt sich die Geschichte des New Yorker Wirtschaftsanwalts Amir Kapoor mit seinem Privatleben und seinen beruflichen Herausforderungen auseinander. Amir Kapoor ist glücklich verheiratet und somit auch ein glücklicher Mann. Noch dazu kommt auch noch, dass er wahrlich stolz sein kann auf seine Frau, denn sie gilt als glamourös, feinflühlig und elegant. Somit also eine Vorzeigeehe.

Obwohl der Hauptakteur scheinbar das perfekte Los gezogen hat, klappt nicht alles so wie er es sich vorstellt. So muss gesagt werden, dass der New Yorker Wirtschaftsanwalt Amir Kapoor auch kurz davor steht,  den maximalen Karrieresprung zu machen. Er soll Partner in einer jüdischen Kanzlei werden. Dies ist im Angesicht eines Mannes mit pakistanischen Wurzeln wohl auch nicht als selbstverständlich zu bezeichnen. Dennoch kann man davon sprechen, dass der New Yorker Wirtschaftsanwalt Amir Kapoor  seinen persönlichen amerikanischen Traum lebt.

Just kommt es bei einer Dinner Party zu der heiklen Frage der Religion und so erscheint, unter der scheinbar vollkommenen Oberfläche des New Yorker Wirtschaftsanwalts Amir Kapoor doch ein kleiner Riss zu entstehen. So betrachtet bekommt der großartige Erfolg des New Yorker Wirtschaftsanwalts Amir Kapoor doch kleine Risse und er muss seinen Preis dafür bezahlen.  Denn schon bald bekommt das Ehepaar die Frage gestellt, wie man es denn  mit der Religion hält? Es werden Fragen gestellt, wie hasserfüllt der Koran tatsächlich ist und wie man sich davor zu Schützen vermag? Auch wird die Frage aufgeworfen, wie islamophob  wir als westlichen Gesellschaften seit dem 11. September 2001 tatsächlich geworden sind und ob wir das auch sind? Wie so oft bei diesem Thema eskaliert auch hier sehr rasch die Situation und es wird offenbar, wie fragil das Selbstbild derer sein kann, die in eine Welt hineingeboren wurden, sich aber einer anderen verschrieben haben.

„Geächtet“ ist aber nicht irgendein weiteres Stück zu diesem Thema denn es hat immerhin den Pulitzer Preis bekommen. Es ist weiters sehr bemerkenswert, dass es sich um das Debütstück des US – Amerikaners Ayad Akhtar handelt. Ebenso wird sehr oft auf die witzigen pointen verwiesen, die in dem Stück vorkommen. So können auf pointierte und spannende Weise auch solche komplexe Themen wie religiöse Identität behandelt werden. Weites lässt das Stück aber auch nicht aus, welche

Auswirkungen vermeintliche Political Correctness auf die Gesellschaft hat. Es zeigt aber auch auf, dass sie manchmal sehr schnell an ihre Grenzen stoßen kann.

Geächtet“ ist ein zeitgemäßes Stück welches auch an Aktualität im Zuge der Flüchtlingskrise so schnell nicht verlieren wird. Es zahlt sich also aus, sich rechtzeitig Karten für dieses Stück zu sichern. Sie werden nicht enttäuscht davon sein!

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